Warum die Türken immer noch zu Erdogan halten – Gastkommentar von Klaus Jürgens

News Special 24

„Willkommen in Ihrem neuen Land“ – so begrüßte mich vor mehr als zwölf Jahren eine äußerst freundliche Grenzpolizistin. Recht hatte die Dame, denn als Tourist verweilte ihr Gegenüber nur kurz. Später allerdings wurde die Türkei in der Tat meine permanente – auch berufliche – Heimat. Aber ebenso politisch hatte mich das Land angezogen, nicht nur privat: Der neue Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan versprach eine viel demokratischere Türkei.

Zwei Jahre zuvor hatte nämlich seine AK-Partei im November 2002 die Wahlen haushoch gewonnen; die türkischen Wähler hatten es augenscheinlich satt, dass die Überbleibsel einer vormaligen Militärdiktatur 22 Jahre nach 1980 immer noch ihr Leben bestimmten. Hinzu kam ein beinahe totaler ökonomischer Zusammenbruch.

Der von Erdogan inspirierte Aufbruchsgeist war einfach ansteckend. Ich nenne es das „Bolu-Prinzip“, nach einer aufstrebenden Mittelstandsstadt im Grünen zwischen Ankara und Istanbul. Ich habe dort mit meiner Familie gelebt. Den Bürgern ging es besser und besser. Die Nettoeinkommen stiegen…

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